Kurz gesagt
- Telefone jeder Art sind Elektroaltgeräte, im Handel kostenlos zurückzugeben, ohne Neukauf.
- Akkus und Batterien entnehmen, sie gehören in die Batteriesammlung.
- Daten löschen, auch bei schnurlosen Telefonen mit Anrufbeantworter und Telefonbuch.
- Für Althandys gibt es Sammelaktionen mit kostenloser Versandmarke.
Alle Bauarten, ein Weg
Ob Wählscheibentelefon, Tastentelefon mit Kabel, DECT-Mobilteil samt Basisstation oder Smartphone: Alles davon ist ein Elektroaltgerät. Kein Telefon gehört in den Restmüll, unabhängig von Alter und Größe.
Der bequemste Weg ist die Rückgabe im Handel. Telefone bleiben unter 25 Zentimetern, damit greift die Rücknahme ohne Kaufzwang in jedem größeren Elektromarkt und in Supermärkten ab 800 Quadratmetern, die regelmäßig Elektrogeräte führen. Alternativ nimmt der Wertstoffhof sie kostenlos.
Daten löschen ist auch beim Festnetztelefon ein Thema. Bei Smartphones denkt jeder daran, bei schnurlosen Telefonen fast niemand: In der Basisstation stehen Telefonbuch, Anruferliste und oft die Ansagen und Nachrichten des Anrufbeantworters. Vor der Abgabe die Werkseinstellungen wiederherstellen, das steht in jeder Anleitung unter „Zurücksetzen". Bei Smartphones zusätzlich SIM- und Speicherkarte entnehmen, vom Konto abmelden und erst dann zurücksetzen.
Akkus zuerst
DECT-Mobilteile laufen mit AAA-Akkus, die sich hinter einer Klappe entnehmen lassen. Sie gehören in die Batteriesammelbox im Handel, nicht ins Gerät und nicht in den Hausmüll.
Bei Smartphones ist der Akku fest verbaut. Er bleibt drin, weise bei der Abgabe darauf hin. Ist der Akku aufgebläht und wölbt das Gehäuse oder das Display, gehört das Gerät nicht in eine Sammelbox, sondern direkt zur Schadstoffannahme. Solche Akkus sind ein Brandrisiko.
Was in einem alten Handy steckt
Gold, Silber, Kupfer, Palladium und eine Reihe seltener Metalle, dazu Lithium und Kobalt im Akku. Die Mengen je Gerät sind winzig, die Summe nicht: Auf eine Tonne Althandys entfällt mehr Gold als auf eine Tonne Golderz. Im Restmüll geht all das in die Schlacke.
Deshalb lohnt der Weg, auch wenn das Gerät wertlos wirkt. Umwelt- und Naturschutzverbände sammeln Althandys mit kostenlosen Versandmarken und finanzieren daraus Projekte, das ist der Nachfolger dessen, was früher der Postversand geleistet hat. Mehr dazu unter ElectroReturn und seine Alternativen.
Erst prüfen, dann entsorgen
- Smartphones der letzten Jahre haben einen realen Gebrauchtwert, oft dreistellig. Ankaufportale und Kleinanzeigen sind einen Blick wert, bevor es in die Sammelbox geht.
- Schwacher Akku ist ein Reparaturfall, kein Entsorgungsgrund. Ein Akkutausch kostet einen Bruchteil eines neuen Geräts und verlängert die Nutzung um Jahre.
- Wählscheibentelefone aus den Fünfzigern bis Siebzigern haben Sammlerwert, besonders in Farben abseits von Grau und Schwarz. An modernen Anschlüssen funktionieren sie mit Adapter teilweise weiter.
- Ladegeräte und Kabel sind ebenfalls Elektroaltgeräte, mehr dazu unter Ladekabel.
Häufige Fragen
Gehören alte Telefone in den Restmüll?
Nein, sie sind Elektroaltgeräte. Die Rückgabe im Handel ist kostenlos und ohne Neukauf möglich, weil sie unter 25 Zentimetern bleiben.
Muss ich beim Festnetztelefon Daten löschen?
Ja. In Basisstationen stehen Telefonbuch, Anruferlisten und Anrufbeantworter-Nachrichten. Vor der Abgabe auf Werkseinstellungen zurücksetzen.
Was mache ich mit einem aufgeblähten Handyakku?
Nicht in eine Sammelbox werfen und nicht laden. Solche Geräte gehören direkt zur Schadstoffannahme, sie sind ein Brandrisiko.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- Elektro- und Elektronikgerätegesetz § 17, Rücknahmepflichten des Vertreibers
- Batterierecht-Durchführungsgesetz § 6 und § 14
- Elektro- und Elektronikgerätegesetz § 14, Sammelgruppen
- Abfallverzeichnis-Verordnung, Anlage zu § 2 Absatz 1
Zuletzt geprüft am 8. August 2026. Kommunale Satzungen können abweichen, verbindlich ist die Abfallsatzung deines Landkreises.