Altes Geschirr entsorgen [Jedes Material] đŸœ

Reden wir nicht um den heißen Brei herum: Du möchtest wissen, in welchem MĂŒll du dein altes Geschirr entsorgen solltest.

Wir zeigen es dir. FĂŒr jedes einzelne Material in deiner KĂŒche. Und egal, ob zerbrochen oder intakt.

 

Kurz & knapp: Wo kann man altes Geschirr entsorgen?

  • Das meiste Geschirr ist RestmĂŒll: Teller aus Porzellan, Keramik, Ton; auch TrinkglĂ€ser aus Glas kommen in die Schwarze Tonne.
  • GrĂ¶ĂŸere Mengen gehören auf den Wertstoffhof. Niemals auf den SperrmĂŒll oder in den Glascontainer!
  • Einweggeschirr zĂ€hlt zu den Verpackungen. Du kannst es im Gelben Sack wegwerfen.
  • Besser als wegschmeißen: verkaufen, spenden oder upcyceln.

 

Der richtige MĂŒll fĂŒr alle Teller, Tassen, GlĂ€ser und Co.

Beim Abfall zÀhlt meist das Material. Hier die Liste, wohin dein altes Geschirr kommt.

 

Porzellan, Keramik und Co.

Die meisten Teller, Tassen und SchĂŒsseln bestehen heute aus Porzellan – einer Art Keramik.

Das kaputte Geschirr aus diesen Rohstoffen kann leider nicht sehr gut recycelt werden.

Deshalb kommt es in den RestmĂŒll, also in die Schwarze Tonne. Der RestmĂŒll wird verbrannt. Was nicht verbrannt werden kann, endet als Bauschutt.

Achtung beim Einpacken: Wickel die Scherben am besten in eine alte Zeitung. So verletzen sie niemanden und zerreißen auch den MĂŒllbeutel nicht.

Bei grĂ¶ĂŸeren Mengen fĂŒhrt der Weg auf einen Wertstoffhof in deiner NĂ€he.

Was sind grĂ¶ĂŸere Mengen? Mehr als eine Kiste voll mit Tafelgeschirr. Etwa bei Haushaltsauflösungen, UmzĂŒgen oder Polterabenden.

Übrigens: Die Entsorgung an der Sammelstelle ist meistens kostenlos. 

Dasselbe gilt fĂŒr Ă€hnliche Rohstoffe:

  • Keramik
  • Ton
  • Steingut

 

Glas

Manche Leute denken: Glasgeschirr kommt in den Glascontainer.

Falsch gedacht!

Auch hier ist der RestmĂŒll beziehungsweise der Wertstoffhof die richtige Adresse.

 

Kunststoff

Plastikgeschirr, das du mehrmals verwendest, kommt nicht in den Gelben Sack. Er wird zwar oft als „PlastikmĂŒll“ bezeichnet. Eigentlich ist er aber ein reiner VerpackungsmĂŒll.

Das Service aus Plastik, Kunststoff oder Melamin zĂ€hlt aber nicht als Verpackung. Es gehört deshalb ebenso in den RestmĂŒll oder auf den Recyclinghof.

Andere Regeln gelten fĂŒr Einweggeschirr. Mehr dazu weiter unten.

 

Holz

Auch Holzgeschirr landet in der Schwarzen Tonne. Dort ist es sogar besonders gut aufgehoben, schließlich brennt es bestens.

 

Metall

Laut Abfallentsorgung der Stadt Gießen gilt fĂŒr Metall (auch Emaille) eine Sonderregelung.

Es kann in den Altmetallcontainer oder zum Schrotthandel. Aber auch der Wertstoffhof ist abermals eine korrekte Option.

Kannst du das Material nicht identifizieren? Dann bist du mit dem RestmĂŒll auf der sicheren Seite. Bei grĂ¶ĂŸeren Mengen hilft dir der Recyclinghof weiter. 

 

Darum niemals in den SperrmĂŒll oder Glascontainer

Egal, welches Material: Essgeschirr darf nicht in den SperrmĂŒll. Ignorierst du das, werden die Kleinteile einfach stehenbleiben. Denn der SperrmĂŒll ist nur fĂŒr Dinge, die fĂŒr den HausmĂŒll zu groß sind.

Dasselbe gilt fĂŒr den Glascontainer. Selbst TrinkglĂ€ser dĂŒrfen dort nicht hinein. Denn sie sind ganz anders zusammengesetzt als das Verpackungsglas. Daher können sie nicht recycelt werden. 

Wohin sonst mit den alten GlĂ€sern? Auch in den RestmĂŒll.

 

Achtung: Einweggeschirr!

Du schmeißt eine Feier und setzt auf Geschirr und Besteck fĂŒr die einmalige Nutzung. Es besteht aus Plastik, Aluminium oder Pappe.

Aber: Das Material ist ganz egal. Einweggeschirr gilt immer als Verpackung. Damit gehört es in den Gelben Sack.

NatĂŒrlich ohne Speisereste. Extra blitzeblank waschen musst du es davor aber nicht.

 

Was ist mit den Bio-Alternativen?

Manche Naturmaterialien wie PLA, Zuckerrohr oder PalmblÀtter sind als umweltfreundliches Einweggeschirr gedacht. Sie sind laut Hersteller*innen wie Naturesse biologisch abbaubar.

Daher kommen sie entweder auf den Kompost oder in die Bio-Tonne.

Tipp: Zerreiße die Teller und Tassen wenn möglich, damit sie schneller kompostieren.

 

Was sonst tun mit altem Geschirr?

Klar ist: Du solltest nur kaputtes Geschirr entsorgen. GefĂ€ĂŸe, die dir einfach nicht mehr gefallen, können durchaus noch weiterleben.

 

Spenden

Bei vielen sozialen Organisationen kannst du dein Geschirr abgeben.

Zum Beispiel als Spende an ein Sozialkaufhaus. Es versorgt bedĂŒrftige Menschen mit HaushaltsgegenstĂ€nden. Hier findest du eines in deiner NĂ€he.

Auch das Rote Kreuz, FlĂŒchtlingsunterkĂŒnfte oder die Caritas freuen sich. Einfach mal nachfragen!

NatĂŒrlich solltest du nur gebrauchte, aber keine kaputten BehĂ€ltnisse abgeben.

 

Verkaufen oder verschenken

In den Ebay Kleinanzeigen, auf einem Flohmarkt oder am Schwarzen Brett im Supermarkt findest du leicht KĂ€ufer*innen.

Das gilt vor allem fĂŒr Porzellan oder seltene Keramik. Du erkennst sie oft an Siegeln auf der Unterseite. Vielleicht schaffst du es sogar zu Bares fĂŒr Rares!

Auf den genannten Plattformen kannst du die GefĂ€ĂŸe auch verschenken. Etwa an Ehepaare, die einen Polterabend veranstalten möchten. Oder an junge Erwachsene, die von daheim ausziehen.

 

Upcycling

Statt sie wegzuwerfen, kannst du auch etwas Neues aus den alten Tellern und Tassen machen.

Von Kunst ĂŒber Futterstationen bis zu praktischen DIYs gibt es hier keine Grenzen.


Schau dir doch einmal diese sieben Ideen zum Upcycling an!