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Bilderrahmen entsorgen

Drei Materialien in einem Gegenstand, und ausgerechnet das Glas nimmt nicht den Weg, den man erwartet.

Kurz gesagt

  • Das Glas gehört nicht ins Altglas, es ist Flachglas und gehört in den Restmüll oder zum Bauschutt.
  • Holzrahmen sind Altholz, Metallrahmen Altmetall, Kunststoffrahmen Restmüll.
  • Rückwand aus Pappe ins Altpapier, Passepartout ebenso.
  • Kleine Rahmen dürfen als Ganzes in den Restmüll.

Das Glas ist der interessante Teil

In den Altglascontainer gehört ausschließlich Behälterglas, also das, was einmal Getränke oder Lebensmittel enthalten hat. Bilderrahmenglas ist Flachglas, und das hat eine andere Zusammensetzung und einen anderen Schmelzpunkt. Ein paar Scheiben reichen, um eine Altglascharge unbrauchbar zu machen.

Richtig ist:

  • Kleine Scheiben in Zeitungspapier wickeln und in den Restmüll.
  • Größere Mengen zum Wertstoffhof, dort gibt es meist einen Container für Flachglas oder Bauschutt.

Dieselbe Regel wie bei Spiegeln und Glasdeckeln.

Zerbrochene Scheiben doppelt verpacken. Glasscherben in einem dünnen Müllsack sind eine Verletzungsgefahr für jeden, der ihn anhebt. Scherben in Zeitungspapier einschlagen, in einen Karton legen und den Karton zukleben. Das ist derselbe Aufwand wie bei Klingen und aus demselben Grund nötig.

Der Rahmen

  • Holz: Altholz am Wertstoffhof, kleine Rahmen auch Restmüll. Lack und Vergoldung stören nicht.
  • Aluminium: Altmetall, kostenlos am Hof. Wechselrahmen aus Alu bringen bei größeren Mengen sogar Schrottwert.
  • Kunststoff: Restmüll, es ist keine Verpackung.
  • Rückwand aus Graupappe und das Passepartout gehören ins Altpapier, sofern sie nicht beschichtet sind.
  • Acrylglas statt Glas ist Restmüll.

Bei kleinen Rahmen lohnt das Trennen selten, sie dürfen als Ganzes in den Restmüll. Bei großen Rahmen und größeren Mengen schon, weil Holz und Metall sonst in der Verbrennung landen.

Rahmen sind das Klassiker-Beispiel für Weitergabe

Kaum ein Gegenstand wird so oft weggeworfen, obwohl er einwandfrei ist. Ein Wechselrahmen ist über Jahrzehnte brauchbar, und in Standardformaten gibt es dafür immer Bedarf:

  • Sozialkaufhäuser und Flohmärkte nehmen Rahmen praktisch immer.
  • Schulen, Kitas und Vereine brauchen sie laufend für Ausstellungen.
  • Ateliers und Kunstschulen ebenfalls, gerade in größeren Formaten.

Bei alten Rahmen lohnt zusätzlich ein Blick auf die Machart: Handgearbeitete Stuckrahmen, Goldleisten und Rahmen aus der Gründerzeit haben einen eigenen Markt, unabhängig vom Bild darin. Auch bei Leinwänden lohnt es, vor der Tonne auf die Rückseite zu schauen.

Häufige Fragen

Gehört Bilderrahmenglas in den Altglascontainer?

Nein. Es ist Flachglas mit anderem Schmelzpunkt und macht die Charge unbrauchbar. Kleine Scheiben eingewickelt in den Restmüll, größere Mengen zum Wertstoffhof.

Muss ich den Rahmen zerlegen?

Bei kleinen Rahmen nicht, sie dürfen ganz in den Restmüll. Bei großen lohnt es: Holz zum Altholz, Aluminium zum Altmetall, Pappe ins Altpapier.

Wohin mit dem Passepartout?

Ins Altpapier, es ist unbeschichtete Graupappe. Beschichtete oder mit Klebeband versehene Teile gehören in den Restmüll.

Quellen und Rechtsgrundlagen

  1. Was nicht in den Altglascontainer gehörtStadt Butzbach. Erläutert, warum Fremdglas und Keramik den Recyclingprozess des Behälterglases stören.
  2. Abfallverzeichnis-Verordnung, Anlage zu § 2 Absatz 1Bundesministerium der Justiz. Amtliches Abfallverzeichnis mit allen Abfallschlüsseln.
  3. Kreislaufwirtschaftsgesetz § 20Bundesministerium der Justiz. Pflichten der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger und die acht getrennt zu sammelnden Abfallarten.
  4. Was gehört in die Papiertonne?Initiative der dualen Systeme. Erläutert, welche Papiere verwertbar sind und welche Beschichtungen stören.

Zuletzt geprüft am 8. August 2026. Kommunale Satzungen können abweichen, verbindlich ist die Abfallsatzung deines Landkreises.