Kurz gesagt
- Heizkörper sind Altmetall und gehören zum Wertstoffhof oder Schrotthändler.
- Vorher entleeren. Ein gefüllter Radiator wiegt ein Vielfaches und läuft im Transport aus.
- Heizungswasser nicht in den Gully, es enthält Korrosionsschutz und Rostpartikel.
- Gussheizkörper haben durch ihr Gewicht einen realen Schrottwert.
Erst entleeren
Ein Heizkörper ist voll Wasser, und das sind je nach Größe zehn Liter und mehr. Das Entleeren ist der erste Schritt, aus drei Gründen: Gewicht, Sauerei im Kofferraum und weil Höfe nasse Heizkörper ungern annehmen.
- Heizung abstellen und abkühlen lassen.
- Thermostatventil schließen, Rücklaufverschraubung schließen.
- Eimer unterstellen, Verschraubung lösen, Entlüftungsventil öffnen, damit Luft nachströmt.
- Vollständig auslaufen lassen, das dauert.
Wer sich das nicht zutraut, lässt es beim Heizungstausch vom Betrieb miterledigen, der nimmt das Altgerät meist gleich mit.
Heizungswasser gehört nicht in den Gully. Es ist schwarz, riecht metallisch und enthält Korrosionsschutzmittel, Rostpartikel und Schlamm aus dem Kreislauf. Kleine Mengen aus einem einzelnen Heizkörper darf man in aller Regel über die Toilette entsorgen, also über die Kanalisation zur Kläranlage. Der Gully vor dem Haus führt dagegen vielerorts direkt in ein Gewässer. Bei größeren Mengen oder bekannten Zusätzen fragt man beim Entsorger nach.
Der Weg
Entleert ist ein Heizkörper sauberer Schrott. Der Wertstoffhof nimmt ihn kostenlos unter Altmetall. Beim Schrotthändler gibt es Geld nach Gewicht, und bei alten Gussradiatoren kommt einiges zusammen: Ein einzelnes Glied wiegt mehrere Kilo, ein kompletter Radiator schnell über hundert.
Farbanstriche, Rost und Halterungen stören nicht. Thermostatköpfe aus Kunststoff kann man abziehen, muss man aber nicht.
Zwei Dinge, die kein Schrott sind
Elektrische Heizkörper, also Nachtspeicheröfen, Ölradiatoren und Infrarotpaneele, sind Elektroaltgeräte. Nachtspeicheröfen sind ein besonderer Fall: Geräte aus der Zeit vor 1984 können asbesthaltige Bauteile enthalten. Der Ausbau gehört dann zu einem Fachbetrieb, das ist keine Heimwerkerarbeit.
Ölradiatoren enthalten Thermoöl. Sie gehören unversehrt in die Elektrosammlung, nicht in den Schrott, und dürfen nicht geöffnet werden.
Alte Gussheizkörper haben einen Markt
Gliederheizkörper aus Guss, gerade die verzierten aus der Gründerzeit, werden gesucht: für Altbausanierungen, als Designobjekt, teils zum Umbau in Möbel. Vor dem Schrottplatz lohnt ein Blick in Kleinanzeigen, dort werden für gut erhaltene Stücke Preise erzielt, die den Schrottwert deutlich übersteigen.
Technisch sind sie ebenfalls brauchbar: Gussradiatoren halten hundert Jahre und arbeiten bei niedrigen Vorlauftemperaturen wegen ihrer großen Fläche sogar gut mit einer Wärmepumpe zusammen.
Häufige Fragen
Wohin mit dem Wasser aus dem Heizkörper?
Kleine Mengen über die Toilette in die Kanalisation, nicht in den Gully vor dem Haus, der führt vielerorts direkt in ein Gewässer. Bei größeren Mengen beim Entsorger nachfragen.
Bekomme ich Geld für alte Heizkörper?
Beim Schrotthändler ja, nach Gewicht. Gussradiatoren wiegen viel und bringen entsprechend. Gut erhaltene Altbaustücke sind über Kleinanzeigen oft deutlich mehr wert.
Was ist mit einem Nachtspeicherofen?
Das ist ein Elektroaltgerät, und Geräte aus der Zeit vor 1984 können Asbest enthalten. Ausbau und Entsorgung gehören dann zu einem Fachbetrieb.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- Abfallverzeichnis-Verordnung, Anlage zu § 2 Absatz 1
- Kreislaufwirtschaftsgesetz § 20
- Elektro- und Elektronikgerätegesetz § 17, Rücknahmepflichten des Vertreibers
Zuletzt geprüft am 8. August 2026. Kommunale Satzungen können abweichen, verbindlich ist die Abfallsatzung deines Landkreises.