Kurz gesagt
- Elektro-, Akku- und Mähroboter sind Elektroaltgeräte, Abgabe am Hof oder im Handel kostenlos.
- Benzinmäher sind kein Elektroschrott, sondern Altmetall.
- Beim Benziner vorher Kraftstoff und Motoröl ablassen, beides gehört zur Schadstoffsammlung.
- Akkus vor der Abgabe entnehmen, wo sie sich zerstörungsfrei lösen lassen.
Elektro, Akku und Mähroboter
Alles mit Kabel oder Akku ist ein Elektroaltgerät und darf nicht in den Restmüll. Je nach Größe fällt der Mäher in die Sammelgruppe der Großgeräte oder der Kleingeräte, für dich ändert das nichts: Der Wertstoffhof nimmt ihn kostenlos.
Im Handel gilt die Rücknahme 1:1 beim Neukauf: Wer einen neuen Mäher kauft, wird den alten beim Händler los, auch beim Onlinekauf. Ein Rasenmäher ist größer als 25 Zentimeter, die bedingungslose Rückgabe ohne Neukauf greift hier also nicht.
Akkus entnehmen, soweit sie sich zerstörungsfrei lösen lassen. Wechselakkus gehören in die Batteriesammlung, fest verbaute bleiben im Gerät, dann bei der Abgabe darauf hinweisen. Ein aufgeblähter Lithium-Akku gehört direkt zur Schadstoffannahme.
Ein Benzinmäher ist kein Elektroaltgerät. Das Elektrogesetz erfasst nur Geräte, die für den Betrieb mit elektrischem Strom bestimmt sind. Ein Verbrennungsmotor fällt nicht darunter, auch wenn der Mäher einen Elektrostarter hat. Der Benziner ist deshalb schlicht Altmetall, aber einer, der vorher entleert werden muss.
Benzinmäher: erst entleeren
Die meisten Wertstoffhöfe nehmen einen Benzinmäher nur an, wenn Tank und Ölwanne leer sind. Der Grund ist einfach: Ein Gerät, das im Schrottcontainer ausläuft, kontaminiert die ganze Charge.
- Benzin absaugen oder den Motor leerlaufen lassen. Altbenzin gehört zur Schadstoffsammlung, nicht in den Ausguss und nicht auf den Boden.
- Motoröl ablassen, meist über eine Ablassschraube oder durch Kippen über den Einfüllstutzen. Altöl gehört zur Schadstoffannahme, jede Verkaufsstelle für Motoröl muss es zudem in der gekauften Menge zurücknehmen.
- Ölfilter und Zündkerze mitnehmen, die Kerze ist Altmetall.
Danach ist der Mäher normaler Schrott. Der Schrotthändler nimmt ihn ebenfalls, bei Alugehäusen sogar gegen Geld.
Vorher: lohnt eine Reparatur?
Rasenmäher fallen selten am Motor aus. Die häufigsten Defekte sind billig zu beheben:
- Springt nicht an: meist alter Kraftstoff, verharzter Vergaser oder eine verrußte Zündkerze. Alle drei sind Kleinigkeiten.
- Schlechtes Schnittbild: stumpfes Messer. Nachschleifen oder ein neues Messer kostet wenig.
- Akku schwach: Bei vielen Modellen ist der Akku einzeln erhältlich, und ein neuer Akku ist deutlich günstiger als ein neues Gerät.
Alte Benziner ohne Elektronik sind besonders reparaturfreundlich. Ein zwanzig Jahre alter Mäher mit Viertaktmotor läuft oft noch, wenn ein Sonntagsgerät aus dem Baumarkt längst hin ist.
Der Rest vom Garten
Grasfangkorb aus Kunststoff ist Restmüll, wenn er einzeln anfällt, sonst bleibt er am Gerät. Der Rasenschnitt selbst gehört in die Biotonne oder auf den Kompost, in größeren Mengen zur Grünschnittsammlung.
Häufige Fragen
Ist ein Benzinrasenmäher Elektroschrott?
Nein. Das Elektrogesetz erfasst nur strombetriebene Geräte. Ein Benziner ist Altmetall und muss vor der Abgabe von Kraftstoff und Öl befreit werden.
Nimmt der Händler meinen alten Mäher zurück?
Beim Neukauf ja, das ist die 1:1-Rücknahme, auch im Onlinehandel. Ohne Neukauf greift die Pflicht nur bei Geräten unter 25 Zentimetern, ein Rasenmäher ist größer.
Wohin mit dem alten Benzin?
Zur Schadstoffsammlung oder zum Schadstoffmobil, für Haushalte kostenlos. Nicht in den Ausguss, nicht in den Gully und nicht auf den Kompost.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- Elektro- und Elektronikgerätegesetz § 14, Sammelgruppen
- Elektro- und Elektronikgerätegesetz § 17, Rücknahmepflichten des Vertreibers
- Abfallverzeichnis-Verordnung, Anlage zu § 2 Absatz 1
- Kreislaufwirtschaftsgesetz § 20
Zuletzt geprüft am 8. August 2026. Kommunale Satzungen können abweichen, verbindlich ist die Abfallsatzung deines Landkreises.