Kurz gesagt
- CDs, DVDs und Blu-rays gehören auf den Wertstoffhof, dort ist die Abgabe fast überall kostenlos.
- Nicht in den Gelben Sack: Die Scheiben sind keine Verpackung und stören die Sortieranlage.
- Der Restmüll ist zwar in vielen Kommunen erlaubt, vernichtet aber einen gut recycelbaren Rohstoff.
- Einzelne Drogeriefilialen stellen Sammelboxen auf. Vorher anrufen, das ist nicht flächendeckend.
Warum nicht einfach in den Restmüll?
Weil eine CD zu schade dafür ist. Die Scheibe besteht zu über neunzig Prozent aus Polycarbonat, einem hochwertigen und vergleichsweise teuren Kunststoff. Er lässt sich mit geringem Aufwand aufbereiten und wieder einsetzen, unter anderem in der Medizintechnik, in der Autoindustrie und für neue Discs.
Das Umweltbundesamt rät deshalb ausdrücklich davon ab, CDs in den Restmüll zu geben, und empfiehlt stattdessen Rücknahmesysteme oder die Wertstoffsammlung. Im Restmüll landet das Material in der Verbrennung, und aus einem Rohstoff wird Wärme.
Erlaubt ist der Restmüll trotzdem in vielen Kommunen. Es ist keine Ordnungswidrigkeit, sondern nur die schlechtere Wahl.
Warum nicht in den Gelben Sack?
Weil der Gelbe Sack für Verkaufsverpackungen gedacht ist, und eine CD ist keine Verpackung, sondern ein Produkt. Die Sortieranlagen sind auf Folien, Becher und Dosen eingestellt. Harte, dünne Scheiben werden dort nicht sauber erkannt und landen am Ende doch in der Verbrennung.
Die Hülle ist ein anderer Fall: Sie ist zwar auch keine Verpackung im Sinne des Gesetzes, wird von vielen Kommunen aber im Gelben Sack akzeptiert. Dazu steht mehr auf der Seite zu DVD- und CD-Hüllen.
Der richtige Weg: Wertstoffhof
Fast alle kommunalen Wertstoffhöfe haben einen eigenen Behälter für Datenträger oder nehmen sie unter „Kunststoffe" an. Die Abgabe ist in der Regel kostenlos, weil das Material einen Wert hat. Bring die Scheiben lose oder in einer Tüte, ohne Hüllen.
Daten drauf? Das Umweltbundesamt empfiehlt, sensible Discs vor der Abgabe unbrauchbar zu machen. Ein paar kräftige Kratzer quer über die beschriftete Oberseite reichen, denn dort sitzt die Datenschicht direkt unter dem Lack. Zerbrechen ist nicht nötig und macht das Recycling schwieriger. Vom Schreddern im Aktenvernichter raten die meisten Hersteller ab, weil das Polycarbonat splittert.
Sammelboxen im Handel
Einzelne Filialen von Drogerieketten stellen Sammelbehälter für CDs auf. Verlässlich ist das nicht: Der Service wird nicht flächendeckend angeboten und mal eingeführt, mal wieder eingestellt. Bevor du mit einer Kiste alter Discs losfährst, ruf in der Filiale an.
Was ist mit noch spielbaren Scheiben?
Alben, Filme und Software in gutem Zustand sind kein Abfall. Ankaufportale nehmen gängige Titel an, Bibliotheken und soziale Einrichtungen freuen sich über Spenden, und auf Flohmärkten finden sie immer noch Abnehmer. Das ist ökologisch die deutlich bessere Lösung als das Recycling, weil das Produkt erhalten bleibt.
Häufige Fragen
Gehören CDs in den Gelben Sack?
Nein. Der Gelbe Sack ist für Verkaufsverpackungen bestimmt, eine CD ist ein Produkt. Sie wird in der Sortieranlage nicht richtig erkannt und geht dort verloren. Richtig ist der Wertstoffhof.
Darf ich CDs zerbrechen, bevor ich sie abgebe?
Für die Datenvernichtung reichen Kratzer auf der bedruckten Oberseite, dort liegt die Datenschicht. Zerbrechen ist unnötig, erzeugt scharfe Splitter und erschwert die Sortierung. Wenn es doch sein muss, transportiere die Bruchstücke in einer verschlossenen Tüte.
Was mache ich mit den Hüllen?
Die Kunststoffhüllen werden von vielen Kommunen im Gelben Sack akzeptiert, den Papiereinleger nimmst du vorher heraus, der gehört ins Altpapier. Details stehen auf der Seite zu DVD- und CD-Hüllen.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- CDs und DVDs auf den Wertstoffhof statt in die Tonne
- Abfallratgeber Bayern: Entsorgung von CDsPDF
- Abfallverzeichnis-Verordnung, Anlage zu § 2 Absatz 1
Zuletzt geprüft am 8. August 2026. Kommunale Satzungen können abweichen, verbindlich ist die Abfallsatzung deines Landkreises.
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