sulixo.de Entsorgen: Wohin? Warum? Wie viel?

Übersicht / Wertstoffhof

Der Wertstoffhof

Er ist die Anlaufstelle für alles, was nicht in eine Tonne passt und kein Fall für den Sperrmüll ist. Vieles dort ist kostenlos, aber es gibt Regeln, die man vorher kennen sollte.

Wo ist der nächste? Für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt gibt es eine Karte mit den erfassten Annahmestellen, ihren Öffnungszeiten und dem, was sie annehmen. Zur Übersicht nach Landkreis.

Was der Wertstoffhof annimmt

Die genaue Liste legt jede Kommune selbst fest, der Kern ist aber überall ähnlich: Elektroaltgeräte, Altmetall, Altholz, Grünschnitt, Bauabfälle in Haushaltsmengen, Problemstoffe, Altkleider, Altglas und Papier in größeren Mengen. Dazu Dinge, die sonst nirgends hingehören, etwa Geschirr, Spiegel oder Aquarien.

Nicht angenommen werden in der Regel Restmüll in Säcken, Gewerbeabfälle und alles, was aus einem anderen Landkreis stammt.

Fünf Dinge, die du vorher klären solltest

1. Bist du zuständig?

Wertstoffhöfe sind für die Einwohner ihres Landkreises da, finanziert über deren Abfallgebühren. Viele verlangen deshalb einen Ausweis oder einen Abfallgebührenbescheid. Wer im Nachbarkreis wohnt, wird abgewiesen oder zahlt einen Fremdtarif.

2. Wie viel darfst du bringen?

Bei Bauabfällen und Grünschnitt gelten fast überall Mengengrenzen, üblich ist ein Kubikmeter. Manche Höfe setzen deutlich niedriger an, auf Inseln und in Kleinstädten teils bei 0,5 Kubikmetern je Abfallart. Größere Mengen brauchen einen Container.

3. Was kostet es?

Elektrogeräte, Batterien, Altmetall, Altkleider und Problemstoffe sind für Privathaushalte in aller Regel kostenlos. Bauabfälle, Mineralwolle und größere Mengen kosten, meist nach Gewicht oder Volumen. Die Spanne reicht von wenigen Euro bis zu zweistelligen Beträgen je Kubikmeter.

4. Ist vorher zu trennen?

Ja, und daran hängt viel. Ein Sack mit gemischtem Inhalt wird als teuerster Bestandteil abgerechnet oder ganz abgewiesen. Sortiere schon zu Hause: Metall zu Metall, Holz zu Holz, Elektro zu Elektro.

5. Wann hat er offen?

Öffnungszeiten sind oft knapp und liegen unter der Woche in Arbeitszeiten. Samstagvormittags ist entsprechend viel los. Manche Höfe schließen über Mittag, und der letzte Einlass ist häufig fünfzehn Minuten vor Schluss.

Ein Anruf spart die vergebliche Fahrt. Das klingt altmodisch, ist aber bei Bauabfällen, Mineralwolle, Gasflaschen und allem Ungewöhnlichen die beste Investition. Die Regeln unterscheiden sich zwischen Landkreisen erheblich, und ein voll beladener Anhänger, der wieder mitgenommen werden muss, kostet mehr Zeit als das Telefonat.

Was am Hof anders läuft als gedacht

Sortiert wird nach Verwertungsweg, nicht nach Material. Deshalb landen Dinge in einem Container, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen, etwa Porzellan bei Bauschutt.

Elektrogeräte werden nach den sechs Sammelgruppen des Elektrogesetzes getrennt. Kühlgeräte kommen gesondert, weil ihr Kältemittel abgesaugt werden muss, Bildschirme wegen der Schadstoffe, Lampen wegen des Quecksilbers.

Nichts mitnehmen. Was einmal abgegeben ist, gehört dem Entsorgungsträger. Das Herausnehmen brauchbarer Dinge aus Containern ist untersagt, auch wenn es widersinnig wirkt. Manche Höfe haben deshalb eine Tauschecke oder ein angeschlossenes Sozialkaufhaus, dort ist Mitnehmen ausdrücklich erwünscht.

Die Alternative: Schadstoffmobil

Für Farben, Lösemittel, Batterien und Chemikalien gibt es in vielen Kommunen zusätzlich ein Schadstoffmobil, das nach Plan Haltestellen anfährt. Für Haushalte ist die Abgabe kostenlos, meist bis zu einer Mengenobergrenze. Die Termine stehen im Abfallkalender.

Gegenstände für den Wertstoffhof

Diese Seiten führen ganz oder teilweise zum Wertstoffhof.

Alle 136 Gegenstände von A bis Z

Etwas stimmt nicht? Falsche Tonne, veraltete Rechtsangabe, ein Wertstoffhof, den es nicht mehr gibt: Sag Bescheid, wir sehen nach.

Fehler melden